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Im Refrain unseres Schulliedes steht:
„50 Jahre - Schule Rohr- gemeinsam geh´n
50 Jahre – lasst uns weiter zueinander steh´n"
Zu unserer Schulgemeinschaft gehören unsere Kinder, die
Eltern, wir Lehrer und alle Menschen, die in diesem Haus ihre Arbeit verrichten.
Unser gemeinsames Ziel ist es, eine Schule zu schaffen, in
der einer dem anderen hilft, in der jeder weiß, dass er gebraucht wird, dass
auch er helfen kann. In unserer Gemeinschaft soll Platz sein für die Schwachen
und für die Stärkeren, für die Kinder und die Jugendlichen, auch für die,
die nicht immer so sind, wie wir sie uns vorstellen. Wir wollen eine Schule
schaffen, in der jeder mit jedem redet, in der sich jeder freut, dass er
dazugehört. Manche dieser Ziele und Wünsche haben wir vielleicht schon
teilweise erreicht. Es muss unsere beständige Herausforderung bleiben, diese
Werte jeden Tag neu zu verwirklichen. Gemeinsam können wir es schaffen!
Dank all jenen, die in den vergangenen fünf Jahrzehnten
mit beigetragen haben, unsere Schule zu erhalten und zu gestalten:
Den Bürgermeistern, Markträten und der Verwaltung des
Marktes Rohr, den Mitgliedsgemeinden unseres Schulverbandes, der
Benediktinerabtei, dem Johannes-Nepomuk-Gymnasium und dem Internat, dem
Staatlichen Schulamt Kelheim, allen Elternbeiräten und Klassenelternsprechern,
unseren Vorgängern in der Schulleitung, allen Lehrkräften und Schülern, den
Verwaltungsangestellten und dem Hauspersonal. Zuversichtlich
blicken wir in die nächsten Jahre. Lasst uns offen sein für Neues und das
Bewährte erhalten!
Alfons Buchner, Rektor Renate Heinrich-Köppl, Konrektorin
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Ansicht des Baus um 1955 |
Luftaufnahme aus dem Jahr 2003 |
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Aus der Geschichte der Volksschule Rohr
Von der Einführung der Schulpflicht bis zum Zweiten
Weltkrieg
Als Herzog Max VI. Joseph, später Kurfürst und dann
König von Bayern kurz vor Weihnachten 1802 in Bayern die Schulpflicht
einführte, dachte er nicht nur an das Wohlergehen der Kinder. Die Schule
war auch ein geeigneter Ort ergebene Bürger für den Staat heranzuziehen.
Erste Versuche eine allgemeine Volksbildung durchzusetzen hatte schon Karl
der Große unternommen. Für ihn hatte die Übermittlung der christlichen
Lehre im Mittelpunkt gestanden. Der Jahreswechsel 1802/03 war in Rohr die
Zeit des großen Umbruchs. Die Säkularisation und damit die Aufhebung des
Klosters war schon im Gang.
In den Räumen des Augustiner-Chorherrenstifts befand
sich noch die höhere Schule für begabte Schüler aus der ganzen Region.
Die Rohrer Kinder wurden bis 1816 in einem finsteren, feuchten Haus in der
Pfarrgasse unterrichtet. Für die Volksschule musste also ein geeignetes
Anwesen gefunden werden. Als 1814 der Kooperator und ehemalige Leiter der
Singknabenschule Carolus Hueber gestorben war, wurde der nördliche Teil
des Ostflügels frei für den Ausbau von Schulräumen. Den südlichen Teil
bewohnte der damalige Pfarrer und Schulleiter Anton Weigl, ehemaliger
Augustiner-Chorherr und Dekan. 1816 besuchten 117 Kinder die Schule, die
in zwei Abteilungen beschult wurden. Auch 1829 waren zwei Schulzimmer
vorhanden. In dem einen unterrichtete der Lehrer Prosper Gämbel die
unteren Klassen, im anderen der Ortsgeistliche die höheren Jahrgänge.
Der Kooperator unterwies die Jugend im Garten des Pfarrers in Obstkultur,
da es noch keinen eigenen Schulgarten gab.
1869 berichtet der Schulinspektor und Pfarrer von Rohr,
Wolfgang Geltinger, von katastrophalen hygienischen Zuständen im
Schulgebäude. Es ging so weit, dass die Fenster der Klassenzimmer nicht
mehr geöffnet werden konnten, ohne dass man Gefahr lief, dass Kinder
krank werden.
Nach Plänen des Maurermeisters Pletz wurde dann der
bis vor zwei Jahren existierende „Kloturm" im Innenhof des
Klostergebäudes angebaut. Nun hatten die Schulkinder auch im Oberstock
eine annehmbare Toilette. 2001 wurde dieser Turm im Zusammenhang mit der
Sanierung des Klostergebäudes abgerissen.
Raumnot und Geldnot ziehen sich wie ein roter Faden
durch die Geschichte der Schule.Man hatte mal zwei, dann drei „Abteilungen",
wie damals die Klassen hießen. Teilweise umfasste die obere Abteilung,
die der Schulleiter unterrichten musste, an die 100 Schüler. Ein für die
heutige Zeit undenkbarer Zustand. Die Schülerzahlen schwankten immer um
die 180 bis 230.Um die Jahrhundertwende versuchte man mit geringem
finanziellen Aufwand einen vierten Klassenraum im Verbindungsgebäude zur
Kirche einzubauen. Er wurde schließlich auch genehmigt, wurde aber nie
den Ansprüchen eines normalen Klassenzimmers gerecht. Er hatte einfach zu
wenig Licht. Der Schulunterricht wurde so bis nach dem Zweiten Weltkrieg
in unveränderter Weise erteilt.
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Die Vorgeschichte des Neubaus
Ab dem Jahr 1946 überschlugen sich die Ereignisse. Als
die Benediktiner aus Braunau unter ihrem damaligen Abt Dr. Dominikus
Prokop endgültig beschlossen hatten, das Angebot für eine
Wiederbesiedlung des ehemaligen Chorherrenstifts anzunehmen, wurden
einschneidende Baumaßnahmen erforderlich. Für die nun entstehenden
Gymnasialklassen brauchte man Unterrichtsräume. Der Westflügel des
Klosters, damals im Besitz von Anton Änderl, wurde vom Kloster angekauft.
Der nach 1803 abgetragene Südteil wurde wieder aufgestockt. Damit schuf
man für Umstrukturierungen Raum. 1948 nahm die Gemeinde den Vorschlag an,
die Unterrichtsräume und die Lehrerwohnung in den Westflügel zu
verlegen. Damit wurde der Ostflügel frei für das Gymnasium. Die
Unterrichtsräume im Westtrakt reichten zur Beschulung der vielen Kinder
wieder kaum aus. Die Gemeinde versuchte noch 1951 zwei Schulräume in
diesem Gebäude zu schaffen und reichte dieses Vorhaben bei der Regierung
ein. Man erhielt aber einen negativen Bescheid. Erstmals wurde daraufhin
ein Neubau eines Schulgebäudes diskutiert. Die Regierung sollte bei der
Planung, Projektierung und natürlich bei der Finanzierung behilflich sein
(Marktgemeinderatsbeschluss vom 22. August 1951).
Der Neubau im Jahr 1953
Bald wuchs aber das Internat des Gymnasiums. Das
Kloster brauchte wieder mehr Platz. Nach langen Verhandlungen reifte bei
den Verantwortlichen sowohl im Kloster wie auch in der Marktgemeinde der
Entschluss die Volksschule aus dem Klostergebäude herauszulösen und in
einem neu zu errichtenden Gebäude unterzubringen. 1951 und 1952 nahmen
diese Pläne konkrete Formen an. Zunächst waren als Standort ein
Grundstück in der Nähe des Freibades und ein weiteres hinter dem
heutigen Brunneranwesen an der Asamstraße im Gespräch. Bald aber einigte
man sich auf den Platz, auf dem die Schule heute steht. Begründet wurde
diese Wahl, dass der Platz trotz höherer Erwerbs- und
Erschließungskosten der günstigste sei. Sowohl die Kirche als auch der
Sportplatz seien von dort aus schnell zu erreichen. Im Frühjahr 1953
wurden von dem Regensburger Architekten Heinrich Gath die Pläne
angefertigt. Im März fand eine Bürgerversammlung statt, in der die
Bürger über den Schulhausneubau unterrichtet wurden. Die Grundstücke
von Bäckermeister Franz Buchner und Schmiedemeister Anton Holzapfel
wurden im April erworben.
In der Ausschreibung vom Juni 1953 waren die gesamten
Baukosten auf 255 000 DM veranschlagt. Einen erheblichen Teil der
Finanzierung konnte man aus der Ablösesumme abdecken, die das Kloster
für das Überlassen der Schulräume bezahlte: 125 000 DM. Der
Staatszuschuss belief sich auf 60 000 DM, Bezirk und Landkreis steuerten
10 000 DM bei. Die Gemeinde hatte Rücklagen von 11 000 DM und nahm ein
Darlehen von 30 000 DM bei der Bayerischen Gemeindebank auf. Hand- und
Spanndienste durch die Rohrer Bürger wurden mit 15
000 DM veranschlagt. Dabei wurde festgelegt, dass jeder
Scharwerkspflichtige eineinhalb Tage bei den Bauarbeiten einzusetzen sei.
Mit zunehmendem Baufortschritt wurde jedoch deutlich, dass dieser Ansatz
zu gering war. Jedem Bürger wurden noch einmal eineinhalb Tage
aufgebürdet. In Rekordzeit entstand das Kerngebäude unseres jetzigen
Schulhauses. Trotzdem konnte der ursprünglich geplante Einzug in das neue
Schulhaus zu Beginn des Schuljahres 1953/54 nicht ganz eingehalten werden.
Es kam zum heute noch bekannten und berühmten „Wirtshausunterricht".
Da die alten Schulräume schon durch das Gymnasium und das Internat belegt
waren, wurden die Rohrer Kinder bis zum November in Gaststuben und
Wirtshaussälen unterrichtet. Noch heute sprechen Betroffene gern von
dieser Zeit. Am 8. November war es aber dann so
weit. Das neue Gebäude konnte seiner Bestimmung übergeben werden.
Der Bau der Turnhalle
Der Unterricht lief nun geregelt. Es zeigte sich aber
bald, dass der Schulsport nicht in der erforderlichen Regelmäßigkeit und
Intensität durchgeführt werden konnte. Auch von Gruppen außerhalb der
Schule, besonders durch den TSV Rohr wurde der Wunsch nach einer Turnhalle
immer lauter. In einem weiteren finanziellen Kraftakt wurde 1962/63 die
Turnhalle nach den Plänen des Architekten Walter Liebe gebaut. Die
Bausumme von 217 000 DM wurde durch Bundes- Landes- und Kreiszuschüsse,
durch Darlehen, Spenden und Eigenleistungen abgedeckt. Elektromeister
Anton Graf, der den Bau der Halle energisch forcierte, führte z. B. alle
Elektroarbeiten in dem Neubau kostenlos aus. Der TSV nahm zur Finanzierung
beim Bayerischen Landessportverband ein Darlehen in Höhe von 20 000 DM
auf. Ein für die damalige Zeit gewagtes Unternehmen. Am 21. September
1963 konnte dann Bürgermeister Braunstorfer in Anwesenheit von vielen
Ehrengästen H. H. Pfarrer Pater Anselm Geisler um den kirchlichen Segen
für die neue Sportstätte bitten. Unzählige Übungsstunden, viele
Wettkämpfe, Entlassfeiern und andere Aufführungen, besonders aber die
traditionellen Weihnachtsspiele haben das Gebäude bis heute mit Leben
gefüllt. Durch das vermehrte Breitensportangebot ist die Turnhalle das
ganze Jahr über fast vollständig belegt. 1994 wurde sie umgebaut und in
einigen Teilen erneuert.
Über einige Jahre hinweg gibt es über den
Schulbetrieb in Rohr nichts Außergewöhnliches zu berichten. Wichtig ist
jedoch in diesem Zusammenhang der Bau einer neuen Schule in Laaberberg.
Der kleine Schulverband aus den Gemeinden Laaberberg, Niedereulenbach,
Högldorf und Sittelsdorf hatte sich entschlossen das alte, immer wieder
stark reparaturbedürftige Schulhaus abzureißen und ein modernes,
dreiklassiges Gebäude zu errichten. Am 25. Oktober 1964 wurde das neue
Schulhaus feierlich eingeweiht. Doch die Schulreform in Bayern warf ihre
Schatten schon voraus. 1966 wurde durch die bayerische Staatsregierung
beschlossen, die kleinen Landschulen aufzulösen und alle Kinder in
größeren Verbandsschulen jahrgangsweise zu unterrichten. |
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Die Gründung des Schulverbandes Rohr
In den Folgejahren gingen die Gemeinden daran, diese
Vorgaben in die Tat umzusetzen. Die Regierungspläne stießen auf dem
flachen Land nicht nur auf Zustimmung. Nach mehreren Bürgerversammlungen
der betroffenen Gemeinden gründeten die Gemeinden Rohr und Laaberberg
1968 einen Schulverband. Die Klassen 3 und 8 waren in Laaberberg, die
restlichen in Rohr untergebracht. Damit gab es zum ersten Mal einen
richtigen Klassenunterricht in Rohr. Obereulenbach wäre diesem Verbund
ebenfalls beigetreten, wenn die Schüler nicht nach Laaberberg hätten
fahren müssen. Ein Jahr später, im Reformjahr 1969, waren diese
Vereinbarungen nicht mehr wichtig. Die flächendeckende Einrichtung von
Verbandsschulen war durchgesetzt. Rohr, Laaberberg, Obereulenbach und
Helchenbach wurden zum Schulverband Rohr zusammengeschlossen. Schulorte
waren und sind bis heute Rohr und Laaberberg. Da in diesem Jahr auch das
neunte Schuljahr eingeführt wurde, kamen dazu noch die Schüler aus der
Gemeinde Pürkwang.
Der erste Anbau 1971/72
Die Schulraumnot stieg wieder gewaltig. In 13 Klassen
mussten 464 Schüler unterrichtet werden. In den Schulhäusern von Rohr
und Laaberberg gab es aber nur 9 Schulsäle. Das bedeutete für die Rohrer
Grundschulklassen 1a bis 4a Nachmittagsunterricht. Für Schüler und
Lehrer keine leichte Sache. Am Samstagvormittag teilten sich die
betroffenen Klassen jeweils für zwei Stunden ein Klassenzimmer. Diese
angespannte Situation dauerte bis 1972 an. Für 650 000 DM wurde von 1971
auf 1972 der erste Anbau an das Schulgebäude erstellt. Vier neue
Klassenzimmer, ein Sekretariat, Rektorat, ein Lehrerzimmer und Toiletten
ergänzten den L-förmigen Flachbau nun zu einem U. Die Schülerzahlen
waren in der Zwischenzeit auf über 500 angestiegen. Der Schichtunterricht
gehörte nun der Vergangenheit an. Durch die Landkreis- und Gebietsreform
kam die Marktgemeinde Rohr in diesem Jahr wieder zum Landkreis Kelheim.
Der Erweiterungsbau von 1981/85
Ende der siebziger Jahre wurde für die Hauptschulen
in Bayern eine Lehrplanreform beschlossen. Das hatte zur Folge, dass die
Schulen mit modernen Fachräumen für Physik/Chemie, Werken/Technisch
Zeichnen, für Maschinenschreiben, Hauswirtschaft und Handarbeit
ausgerüstet werden mussten. Der Bestand der Hauptschulklassen in Rohr
schien plötzlich stark gefährdet. Für die Schulleitung und die
Verantwortlichen der Gemeinde war das undenkbar. In den Kampf um den
Erhalt der Hauptschule für Rohr schalteten sich auch die Direktoren des
Gymnasiums der Benediktiner maßgeblich mit ein. Der Bestand der Schule
erforderte aber wieder einen Erweiterungsbau. Das Raumprogramm war durch
die Marktgemeinde in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung schon 1978
erstellt worden. 1981 begannen die Baumaßnahmen, die nach den Plänen der
Architektengemeinschaft Volland/Fischer durchgeführt wurden. Im Westteil
des Gebäudes entstanden eine geräumige Pausenhalle, ein neues
Lehrerzimmer und ein zusätzlicher Unterrichtsraum. Für die
Funktionsräume entschied man sich für ein zweistöckiges Gebäude mit
aufgesetztem ausgebauten Steildach an der Ostseite des bestehenden
Traktes. Damit schuf man einen imposanten Eingangsbereich in die Schule.
Die Baumaßnahmen beanspruchten insgesamt fast fünf Jahre. Die Schule war
nun nach den modernsten Gesichtspunkten ausgerüstet. Im November 1986
wurde die gesamte erneuerte Anlage festlich eingeweiht.
Wie oben schon angesprochen erfolgte 1994 die Sanierung
der Turnhalle. In den folgenden Jahren bis zum heurigen Jahr wurden auch
sämtliche Fenster im Altbau und im Zwischenbau ausgewechselt. 2002 wurden
die Toilettenanlagen erneuert. Die Schule steht zum 50-jährigen Jubiläum
des Kernbaues in einem sehr guten Zustand da.
Die Leitung der Volksschule Rohr
Nach dem I. Weltkrieg war Hauptlehrer Daunderer
Schulleiter in Rohr. Er war nicht nur ein auf strenge Disziplin bedachter
Pädagoge, sondern darüber hinaus ein sehr begabter Musiker, leitete
Kirchenchor und -orchester und schuf die Musik für das historische
Schauspiel "Der Mönch von Rohr", das zur Jahrtausendfeier
aufgeführt wurde. Leider ist sie verschollen. Sein Nachfolger,
Hauptlehrer Vinzenz Schwertl, war ein eifriger Sammler historischen
Materials. Er gab u.a. die "Rohrer Geschichtsblätter" heraus.
Auch er war ein begabter Klavier- und Orgelspieler und ein passionierter
Fotograph. In seine Amtszeit als Schulleiter von Rohr fiel zunächst der
Umzug vom Ostflügel in den Westflügel des nun wieder belebten Klosters
und dann 1953 der Schulhausneubau. Hauptlehrer Otto Sperling, der nach ihm
die Schule leitete, war durch sein politisches Engagement, seine kräftige
Mitarbeit in vielen Vereinen und auch durch seine sportlichen Erfolge
bekannt. Er war Schulleiter, als die Schulreform in Bayern 1969 das Ende
für die kleinen Schulen bedeutete, und die Kinder aus den Gebieten der
ehemaligen Schulen Laaberberg, Helchenbach und Obereulenbach in die
Volksschule Rohr eingegliedert wurden. Leider verstarb er viel zu früh im
Jahr 1973. Die Schulräume reichten nicht mehr aus, und so mussten sich
wie schon früher zwei Klassen ein Schulzimmer teilen. Es gab also
Vormittags- und Nachmittagsschichten. Im Herbst 1970 wurde Franz
Spitzenberger Rektor in Rohr. Oberlehrer Martin Jackermeier wurde
Konrektor. Unter ihrer Leitung wurde das Schulhaus 1971/72 um vier
Klassenzimmer erweitert. 1981 bis 1985 erfolgte dann der große Um- bzw.
Neubau des Ostflügels mit den Funktionsräumen wie Werkraum, Physikraum,
Schulküche, Schreibmaschinenraum ( heute Computerraum ) und weiteren
Unterrichtsräumen. Die Führungsspitze der Schule hatte bis zur
Vollendung dieser Baumaßnahmen eine Menge Arbeit und Ärger. Herr
Jackermeier ging 1984, Herr Spitzenberger 1995 in Pension. Der bisherige
Konrektor Alfons Buchner übernahm nun die Leitung der Schule. Er legte
bis zum heutigen Tag sein Augenmerk von der Turnhallensanierung bis zur
Erneuerung der Fenster hauptsächlich auf den guten baulichen Zustand
beider Schulgebäude. Ab Februar 1997 steht ihm als Konrektorin Frau
Renate Heinrich-Köppl zur Seite. Sie hilft ihm bei der Bewältigung der
vielschichtigen Aufgaben, die heute von der Schulaufsicht auf die
Schulleitungen umgelegt worden sind. Die Schulleitungen müssen darauf
achten, dass sich ihre Schule ein sogenanntes Schulprofil gibt, ist für
die Durchführung verschiedenster Fortbildungsmaßnahmen im eigenen Haus
verantwortlich und ist auch in die dienstliche Beurteilung der Lehrkräfte
verstärkt eingebunden. Ein wesentlicher Faktor kommt seit einigen Jahren
maßgeblich mit dazu: die Zusammenarbeit mit dem Internat der
Benediktiner. An die dreißig Kinder wohnen derzeit in dieser Einrichtung
und besuchen die Klassen 5 bis 9 unserer Schule. Insgesamt werden in 14
Klassen 337 Schüler unterrichtet. Die Schule steht heute als moderne
Bildungsstätte mit sehr gut ausgestatteten Fachräumen da. |
Die Schulleiter seit 1953
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| Vino Schwertl bis 1960 |
Otto Sperling 1961 -
1970 |
Franz Spitzenberger 1970 -
1994 |
Alfons Buchner seit 1995 |
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